Therapeutische Familienaufstellungen

Als Ergänzung/Erweiterung unserer Arbeit führen wir seit 1998 therapeutische Familienaufstellungen durch. Wir reichern die eher klassischen Familienaufstellungen mit Teilaufstellungen, Elementen des Psychodramas, der Gestaltarbeit und kinsesiologischen Elementen an. Die Erfahrungen aus jahrzehntelanger klinischer therapeutischer Arbeit sind der Hintergrund, aus dem heraus wir die Aufstellung gestalten. Damit ist es möglich für das Anliegen des Menschen, der eine Aufstellung wünscht, eine gute ressourcenorientierte Lösung zu finden, die dem Rhythmus und dem Tempo der Person entspricht. Es gibt genug Zeit für die einzelnen Lösungsschritte.

Familienaufstellungen – wozu?

Gerne wären wir unabhängig von denen, von denen wir abstammen - oder sehnen uns vergeblich nach Frieden mit ihnen.

Gerne würden wir unsere früheren Beziehungsversuche einfach vergessen können, um mit einem neuen Partner einen "jungfräulichen Neuanfang" machen zu können.

Gerne wären wir beruflich erfolgreich und quälen uns oft mit Mißerfolgen durch's Leben.

Gerne wären wir in Liebe und Frieden mit unserem jetzigen Partner und mit unseren Kindern, und doch streiten wir und machen uns das Leben zur Hölle. Gerne wären wir einfach gesund und glücklich! Wieso gelingt uns das alles nicht?

Durch das Aufstellen der gegenwärtigen und/oder der Ursprungsfamilie mit Hilfe der anderen Gruppenteilnehmer erfahren wir in diesem Kraftfeld, wie fest wir alle innerhalb der Familie in Liebe und Treue miteinander verbunden sind.

Wir sind bereit, für die, die wir lieben, in die Bresche zu springen und werden für sie unglücklich oder krank, übernehmen ihre Schuld oder wollen ihnen sogar in den Tod folgen; als Ausgleich für ihr schweres Schicksal, wenn sie ausgeschlossen, vergessen oder nicht gewürdigt sind, ahmen wir oder unsere Kinder unbewußt deren schlimmes Schicksal nach.

Unsere "neue Liebe" zu einer Frau oder zu einem Mann können wir nicht nehmen, weil die "frühere" noch nicht ausgesöhnt und in ihrer Bedeutung für unser Leben gewürdigt ist.

Als Ehepartner oder Eltern versagen wir, weil uns die Kraft zum Leben fehlt, die uns nur durch Anerkennung und Würdigung unserer eigenen Eltern und Großeltern und den anderen vor uns Dagewesenen zufließen kann.

Dort, wo Versöhnung möglich wird, wo jeder den ihm gebührenden Platz einnimmt und gewürdigt wird, wo jeder sein Schicksal und seine Schuld in Würde selbst trägt und wo diese ihm auch von anderen zugetraut wird, können die Selbstheilungskräfte eines Menschen und auch einer ganzen Familie wieder fließen, und vieles kann sich so zum Guten wenden.