Haltetherapie

Die Haltetherapie stellt eine ganzheitliche Beziehungstherapie zwischen Eltern, dem Symptomträger Kind und der übrigen Familie dar.

Die Bindung wird über einen angeleiteten körperlich-emotionalen Prozess wieder hergestellt, aufgebaut und gestärkt. Auf beiden Seiten werden die Gefühle, oft mit hoher Dramatik, interaktiv ausgedrückt.

Ausführende sind die Eltern. Sie werden durch Therapeutinnen oder Therapeuten angeleitet und begleitet. Vor einer Haltesitzung sind Anamnese und Diagnostik des Kindes sowie gründliche Vorbereitung der Beteiligten erforderlich.

Bei dem therapeutisch angeleiteten Halteprozess hält ein Elternteil sein Kind solange liebevoll, sicher und fest im Arm, bis bei beiden die zugehörigen tiefen Gefühle wie Angst, Wut, Schmerz, Einsamkeit und Sorge abgeflossen sind.

Liebe, Freude, Mitgefühl und Zusammenhalt können entstehen oder weiter wachsen.

Dies ermöglicht, dass sich Elternteil und Kind wieder ansehen, aushalten und liebhaben können. Das kann in einer oder mehreren Sitzungen geschehen.

Es gibt Familien, in denen ein Kind durch Unruhe, aggressives Verhalten, Schlafstörungen, Ängste usw. auffällt; bei näherem Hinsehen wird deutlich, dass die Bindung zwischen Eltern und Kind durch reale frühe Trennungen oder andere Ursachen geschwächt oder sogar unterbrochen ist.

Neben anderen Therapieformen, die kind- oder familienbezogen sind, hat sich im Laufe der letzten 20 Jahre die Haltetherapie entwickelt. Sie basiert auf der Festhaltetherapie nach Prekop und ist durch die Referenten für die Arbeit in der ambulanten Praxis modifiziert worden.