Netzwerk Hirsenmühle

Zukunft

Ein Brief von Adelheid Gerstenberg im Juli 2009

Wie geht es nun weiter mit der Hirsenmühle nach den 25 Jahren?

Liebe Klientinnen und Klienten, liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Freundinnen und Freunde des Dan Casriel Instituts!

Seit dem Tod meines Mannes Ingo Gerstenberg am 3.3.2004 habe ich das Institut in seiner bewährten Form sechs Jahre lang weiter führen können.

Dies war möglich mit Hilfe unserer treuen MitarbeiterInnen, dank der kontinuierlichen kompetenten Arbeit aller unserer Therapeuten, durch das Vertrauen ehemaliger und neuer Klienten und nicht zuletzt durch die Unterstützung vieler Freunde und Freundinnen. Dafür bin ich sehr dankbar.

Dennoch ist das Ganze in seiner bisherigen Größe für mich – ohne Ingo – auf Dauer nicht tragbar. Die Zeit und mit ihr die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Klienten und der Therapeuten haben sich verändert. Das betrifft z.B. die verantwortbare Größe der Gruppen, die intensivierte Begleitung der einzelnen Bondingprozesse entsprechend der neuen Bondingtheorie sowie die finanziellen Möglichkeiten der Klienten und die Kosten für das große Anwesen und die der Haushaltung meinerseits.

Deswegen war es für mich ein Glücksfall, dass ich Bertram Dickerhof und sein Projekt Ashram Jesu „zufällig“ kennen gelernt habe, für dessen Arbeit, die Selbsterkenntnis, Achtsamkeit und das Einüben eines kontemplativen Lebensstils verbindet, unser Seminarhaus mit seinem guten Geist, seiner Nähe zur Natur und seiner Einfachheit genau richtig ist!

Jeder, unabhängig von Konfessionszugehörigkeit, der die Mühe nicht scheut, es bei sich selbst auszuhalten im Schweigen, in der Konfrontation mit sich selbst und so Zugang zu seiner Spiritualität, zu dem, was trägt und bleibt, finden will, kann an den sieben- bis zehntägigen Kursen teilnehmen …

Ich freue mich, dass Bertram Dickerhof (SJ) und seine MitarbeiterInnen ab 1. Januar 2010 das große Seminarhaus nun ganzjährig mieten und wünsche Ihnen für Ihre Arbeit viel Glück!

Und wie geht es weiter mit dem Dan Casriel Institut ab 2010, im sechsundzwanzigsten Jahr?

1. Es wird weitergehen, wenn auch dezentralisiert und in etwas kleinerem Rahmen im Haus auf der linken Seite des Innenhofes der Hirsenmühle, in dem seit einiger Zeit meine „Sommerpraxis“ eingerichtet ist.

Außer dem Gruppenraum gibt es hier eine Küche, einen Aufenthaltsraum, Schlafräume für ca. 12-14 Personen, eine Sauna mit Ausgang ins Freie und ein Bad, ein weiteres ist in Planung.
Hinter der „Sommerpraxis“ ist ein hübscher Sitzplatz im Freien mit Blick auf den See, der von der Westseite zugänglich bleibt ebenso wie die alte Badestelle am Bach.
Auch Klaus, unser Koch, wird auch in Zukunft für unser leibliches und oft auch seelisches Wohl sorgen!

2. Die therapeutischen Schwerpunkte des Dan Casriel Institutes bleiben, bis auf die Gruppen für das „Innere Kind“, die bei Wolfgang und Mary, bei Daniela und Ute gut aufgehoben sind, auch in dem kleineren Hirsenmühlenhaus erhalten:

3. Die therapeutischen Teams, die bisher im Dan Casriel Institut gearbeitet haben,

werden weiterhin mehrtägige Bonding-Psychotherapie-Gruppen/bzw. Offene Bonding-Abende sowie Therapiegruppen mit eigenem Profil in ihren Praxen in Aachen, Boppard, Köln, Bremen, Hamburg, Wiesbaden oder an Tagungsstätten ihrer Wahl durchführen!

Ich weiß, dass für viele der Abschied von der „alten“ Hirsenmühle schmerzlich ist!

Ich weiß aber auch, dass alle Psychotherapeuten des DCI, die so viele Menschen in den vergangenen Jahrzehnten begleitet haben, das mit ganzem Herzen, großem Sachverstand und mit ihrer großen therapeutischen Erfahrung auch weiterhin tun werden, sei es in der Hirsenmühle oder an anderen Orten in breiterer Vielfalt und größerer Fülle und in bleibender Verbundenheit miteinander!

Weitere Infos auf unserer Webseite www.dan-casriel-institut.de